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Gregor Baumgartner bei ServusTV
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Auswärtspunkt beim Meister
07.02.2010: Zwei Mal lagen die LIWEST Black Wings bei Meister KAC bereits mit zwei Toren in Führung, konnten diesen Vorsprung aber nie verteidigen, mussten mit 5:5 in die Verlängerung und verloren schließlich mit 5:6 nach Penalty Schießen. Dennoch: ein hart erkämpfter Punkt beim Titelverteidiger vor der Ligapause.Die bekannt stürmischen ersten Minuten wollten die LIWEST Black Wings in Klagenfurt unbeschadet überstehen, aber es begann viel besser für die Linzer: mit ihrem ersten Torschuss gingen die Collins-Schützlinge in Führung. Im Power Play zog Brendan Buckley aus halbrechter Position ab, Rob Shearer hielt den Schläger hin und schon war der Puck im Netz. Ein perfekter Start für die Stahlstädter, die dann aber doch noch gehörig unter Druck gerieten. Es folgte eine doppelte Unterzahl, bei der zwar die erste Strafe überstanden wurde, aber doch der Ausgleich folgte. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken antworteten die Oberösterreicher wieder perfekt: mit aggressivem Forechecking eroberte Brad Purdie an der Bande die Scheibe und schoss schnell aufs Tor – Mark Szücs fälschte ab und die Scheibe ging ins Netz. Zweiter Torschuss, zweiter Treffer!
Es folgte eine Phase mit unglaublich vielen Strafen, in der sich die LIWEST Black Wings minutenlang der numerischen Übermacht der Klagenfurter erwehren mussten. Als die Kärntner schließlich sogar mit zwei Mann mehr Eis standen war dann aber jeder Einsatz umsonst. Alex Westlund musste zum zweiten Mal hinter sich greifen. Aber auch das Power Play der Oberösterreicher funktionierte: als die Linzer im 5 gegen 3 aufspielten, brauchte Pat Leahy nur ein paar Sekunden und es stand 3:2! In der Schlussphase dieses strafenreichen ersten Drittels folgte erneut eine Überzahl, in der die Stahlstädter einige gute Möglichkeiten ausließen, um vielleicht mit zwei Toren Vorsprung in die erste Pause zu gehen. Es blieb aber beim knappen 3:2 und auch im Mitteldrittel war damit Hochspannung mit vielen Emotionen garantiert.
Für die zweiten 20 Minuten hatten sich beide Teams mehr Disziplin vorgenommen, um endlich auch mit 5 Mann am Eis agieren zu können. Die Oberösterreicher waren weiterhin gut im Spiel, erarbeiteten sich einige gute Szenen und konnten eine unübersichtliche Aktion in der 24. Minute durch Matthias Iberer sogar zum 4:2 ausnützen. Aber das Duell mit dem Meister blieb auf Messers Schneide und extrem spannend. Die Klagenfurter kamen in der 28. Minute wieder bei doppelter Überzahl zum 3:4, wobei ein harter Schuss unmittelbar vor dem Linzer Gehäuse abgefälscht wurde. Alex Westlund war zwar noch dran, musste die Scheibe aber über die Fanghand tropfen lassen.
Der Titelverteidiger witterte nun offenbar Morgenluft und das Gehäuse der LIWEST Black Wings stand unter Dauerbeschuss. Kampf war gefragt, als man wieder mit zwei Mann weniger am Eis stand. Als Gregor Baumgartner einen Entlastungsangriff fuhr glaubten auch die Klagenfurter nicht an eine drohende Gefahr. Aber Baumgartner kämpfte sich bis vors Tor, arbeitete sich gegen einen Verteidiger durch und spielte danach quer auf den nach vorne geeilten Rob Shearer. Der Center verwertete eiskalt - wieder führten die Stahlstädter mit zwei Toren Vorsprung. Aber damit hatte der Torreigen noch kein Ende gefunden, denn die Hausherren gaben weiterhin Gas. Das führte in der 35. Minute zum vierten Gegentreffer – es blieb also weiterhin spannend.
Im Schlussdrittel zeigte sich das erwartete Bild: die Kärntner kamen, die Linzer lauerten auf ihre Chancen. Davon ergaben sich aber keine, denn der KAC drückte nun. Zwar nicht vehement, aber beständig und in der 48. Minute nützten die Gastgeber eine Unsicherheit zum Ausgleich. 5:5 und die LIWEST Black Wings warteten weiterhin auf ihren ersten Torschuss in diesem Abschnitt. Der Meister hatte nun ganz klar Oberwasser und es dauerte bis zur 51. Minute, ehe die Collins-Schützlinge in diesem Drittel überhaupt das erste Mal aufs gegnerische Tor schossen. Dafür hatte Alex Westlund alle Hände voll zu tun, mit enorm viel Druck auf den Torraum vor ihm hing nun sogar die Führung für die Kärntner in der Luft. Immer wieder konnten sich die Stahlstädter nur mehr mit Strafen aus der Affäre ziehen, was wiederum den Druck noch mehr erhöhte. Und plötzlich jubelten die Kärntner über den vermeintlichen Führungstreffer, doch die Schiedsrichter gaben das Tor nicht. Das Gehäuse war schon zuvor verschoben gewesen und es blieb beim 5:5.
Dieses Remis mussten die Oberösterreicher danach mit zwei Mann weniger und einer unglaublichen Kraftanstrengung verteidigen und retteten zumindest einen Punkt nach 60 Minuten. Die nun fällige Verlängerung begann mit einer weiteren Strafe für die Stahlstädter, welche aber unbeschadet vorüber ging. In der 63. Minute war es dann Markus Matthiasson, der die Riesenmöglichkeit auf den Sieg vorfand, aber seinen verzögerten Schuss nicht anbringen konnte. Ein Time Out später standen die Linzer mit einem Mann mehr am Eis – die Chance zur Entscheidung? Nein, denn auch die Kärntner konnten diese Unterzahl ohne Gegentor überstehen und somit musste ein Penalty Schießen über Sieg und Niederlage entscheiden.
Nicht gerade die beliebteste Übung der LIWEST Black Wings. Acht Mal waren die Linzer in dieser Saison bereits in dieser Situation, konnten aber erst zwei Penalty-Siege einfahren. Und der Gegner hatte dabei immer Graz geheißen. Und auch in Klagenfurt gab es kein Happy End für die Mannen von Kim Collins, denn kein einziger Schütze konnte seinen Versuch im Netz versenken, während Alex Westlund ein Mal hinter sich greifen musste. Damit hieß es am Ende 5:6 und zum ersten Mal in dieser Saison gingen die Stahlstädter als Verlierer beim KAC vom Eis.
Nach diesem aufregenden Auswärtsauftritt können die LIWEST Black Wings nun durchschnaufen und in den kommenden drei Tagen Kräfte tanken. Trainingsfrei hat der Coach seiner Mannschaft gegeben, erst am Donnerstag Abend beginnt für die Linzer die Vorbereitung auf die letzten beiden Runden des EBEL Grunddurchgangs und die danach anstehenden Play Offs. Das nächste Spiel steht am 16. Februar am Programm. Dann kommt mit Zagreb ein weiterer potentieller Viertelfinalgegner in die Keine Sorgen EisArena, ehe es in der letzten Runde zum VSV geht.
KAC - EHC LIWEST Black Wings Linz 6:5 n.P. (2:3, 2:2, 1:0, 0:0, 1:0)
Tore: 0:1 Shearer (2./PP), 1:1 Ratz (5./PP), 1:2 Szücs (6.), 2:2 Hager (11./PP2), 2:3 Leahy (13./PP2), 2:4 Iberer (24.), 3:4 Brandner (28./PP2), 3:5 Shearer (30./SH), 4:5 Pöck (35.), 5:5 Hager (48.), 6:5 Schneider (65./entsch. Penalty).
Penalty Schießen: Purdie gehalten, Schuller gehalten, Baumgartner gehalten, Schneider 1:0, R. Lukas gehalten.















